Archive for the 'Globalisierung' Category

Dez
20

Gütersloh. Fast täglich erschüttern uns Meldungen über verwahrloste, misshandelte oder gar getötete Kinder.

Initiative gegen KinderarmutUmso unverständlicher, dass auch mehr als 14 Tage nachdem sich die „Initiative gegen Kinderarmut Gütersloh“ mit ihren Forderungen an die Stadt Gütersloh und den Kreis gewandt hat, keinerlei Reaktion vorliegt.

Die „Initiative gegen Kinderarmut“ setzt sich für eine rasche und unbürokratische Hilfe für die 6.700 Kinder im Kreis Gütersloh ein, die von Hartz-IV betroffen sind. Hartz-IV bedeutet für die Kinder weniger als 2,60 € je Tag für Nahrung und Getränke und 76 Cent je Tag für Freizeit, Unterhaltung, Kultur, Spielzeug und Schulmaterialien.

Wir fordern vom Kreis Gütersloh als Gesellschafter der GT-Aktiv GmbH:

  • Eine „Soforthilfe“ von 50,- € für jedes Kind unter 15 Jahren, das vom ALG-II-Regelsatz leben muss. Die 50,- € je Kind können für Kleidung, Spielzeug und Bücher ausgegeben werden.
  • Die sofortige Aufhebung aller Kürzungen und Sperren für ALG-II-Bedarfsgemeinschaften, in denen Kinder unter 15 Jahren leben.
  • Die Übernahme der vollen Heizkosten für alle ALG-II-Empfänger.
  • Eine spürbare Aufstockung der Mittel im Jugendbereich.

Die Initiative schätzt die großartige Arbeit der zahlreichen ehrenamtlich Tätigen. Aber wenn das Ehrenamt gerade von denen gepriesen wird, die seit Jahren Mittel und Stellen im Jugendbereich streichen, bleibt ein fader Beigeschmack.

Von der Stadt Gütersloh und der Bürgermeisterin Maria Unger erwarten wir, dass spätestens Anfang Februar der von uns vorgeschlagene „Runde Tisch“ zu Stande kommt, damit gemeinsam mit allen Beteiligten Hilfe organisiert werden kann. Vorbild könnte das erfolgreiche Bündnis „Gütersloh für Toleranz und Zivilcourage“ sein.

Für viele Kinder und Eltern wird die Situation immer aussichtsloser. Peter Ritsche vom Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V. betreut Hunderte von Menschen. Er weiß, dass Armut und Hoffnungslosigkeit den Nährboden für Gewalt bilden. Für Gewalt gegen andere, aber auch für Gewalt gegen sich selbst.

Armut ist aber selten Folge persönlichen Versagens, sondern Armut ist fast immer Folge gesellschaftlicher Mißstände. Die „Initiative gegen Kinderarmut“ verlangt deshalb nicht nur konkrete Soforthilfen, sondern eine grundlegende Umorientierung der Politik.

Eine sofortige deutliche Anhebung der Regelsätze ist notwendig und auf eine Anrechnung des Kindergeldes auf die Hartz-IV-Leistungen muss verzichtet werden. Für Lehrmittelfreiheit, ein Einschulungsgeld, kostenloses Essen in den Tageseinrichtungen und die kostenlose Unterbringung in Kindertagesstätten zu sorgen, sind dringende Aufgabe der Politik.

Letztendlich aber muss eine Grundsicherung für alle Kinder her!

Unterstützer: Initiative gegen Kinderarmut

Attac Regionalgruppe Gütersloh – Rainer Westphal, Bernd Feindt,
Tel.: 05248/7843,Mobil: 0171/ 6346268, attac-guetersloh@t-online.de

Bund Soziales Zentrum Deutschland e. V., - Almut Langer, Peter Ritsche,
Tel: 05242/940156, Fax: 05242/940158, Zentrale@bsozd.com, http://www.bsozd.com

Courage Courage gegen Rechts Gütersloh courage-gegen-rechts.de.vu

DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh - Petra Gotthardt, Michael Pusch,
Tel.: 05423/930966, Handy: 0171/1709215, info@die-linke-guetersloh.de, www.die-linke-guetersloh.de

Der PARITÄTISCHE Kreisgruppe Gütersloh
, Dieter Brinker,
Tel.: 05241-20631, guetersloh@paritaet-nrw.org, guetersloh.paritaet-nrw.org

Forum Linker Gewerkschafter – Fritz Ludwig,
Tel. 05242/57448, Rainer Johanterwage 0171/6592057

Linksjugend ['solid] Kreis Gütersloh, Nicole Sanker, Marco Lehmann,
Tel. 05423/930966, http://www.die-linke-guetersloh.de/solid/

Team Abendgebet für soziale Gerechtigkeit, Almuth Wessel 05241/26771, Tobias Olszewski

Verdi Ortsverein Bielefeld-Gütersloh, Hardy Liebrich, hardy.liebrich@verdi.de

V.i.S.d.P.: Initiative gegen Kinderarmut • Postfach 2708 • 33257 Gütersloh

Sep
17

Hallo Betroffene und Interessierte.

Der Sozialkonvent „Demokratischer Widerstand“ in Gütersloh hat sich erfolgreich neu formiert und findet unter Beteilung folgender Foren und Initiativen statt:

- BSoZD e.V. – Bund Soziales Zentrum Deutschland e.V. (http://www.bsozd.com)

- AEiD – Aktive Erwerbslose in Deutschland (http://www.aktive-erwerbslose.de)

- Lebensphase (http://www.lebens-phase.de)

Der Sozialkonvent findet wie geplant am Mittwoch, den 03.10.2007 von 9:00 bis 18:00 h in Gütersloh in folgenden Räumlichkeiten statt:

Werk II

Die Weberei
PariSozial gGmbH
Bogenstrasse 1-8
33330 Gütersloh

Die Parkplätze sind HINTER dem Haus lt. Weberei in der Webereistrasse.

Anschrift und Wegbeschreibung unter: http://www.die-weberei.de

Es gibt die Möglichkeit vor Ort günstig Mittag zu essen, jedoch können auch Speisen und (alkoholfreie) Getränke mitgebracht werden…näheres dazu im Forum.

Eingeladen sind alle, ob Rentner, Erwerbslose oder Niedrigverdienende…
…aber auch Menschen die mit dem Weiterschreitenden Sozialabbau nicht einverstanden sind.

Wir möchten etwas in diesem Land bewegen - 3 Jahre nach Einführung von Hartz4 und Grundsicherung haben wir erkannt, das die bisherigen Wege uns nicht entscheidend voranbrachten, daher möchten wir einen Gedankenaustausch mit Euch allen.

Motto: Gemeinsam sind wir stark!

Neueste Infos gibt es in Kürze hier:

http://www.sozialkonvent-demokratischer-widerstand.org

und das Forum und Organisatorisches, Mitfahrbörsen und weitere Infos hier:

http://www.bsozd.com/forum

Dieser Konvent ist eine Zusammenkunft von Menschen, die etwas verändern wollen, eigene Ideen und den festen Willen haben, gegen die Menschenrechtsverletzungen in diesem Staat anzugehen.

Unsere Gesetze sind voll gestopft mit solchen Verletzungen. Politiker, Parteien und Interessenvertreter der Wirtschaft setzen unser Grundgesetz in vielen Punkten massiv ausser Kraft. Eltern wird das Recht genommen, an der Entwicklung ihrer Kinder teilzuhaben, sie müssen für einen Hungerlohn arbeiten gehen oder sich in Ein-Euro-Jobs und Praktika ausbeuten lassen. Für 347 bzw. für 312 Euro müssen sie ihre Menschenwürde verkaufen und ihr Lachen dazu.

Es kann so nicht weiter gehen.

Also macht mit und sammelt eure letzten Energien!

Erinnert Euch an Eure Kraft und fangt an zu kämpfen!

Eingeladen sind alle, ob Erwerbslose, Geringverdienende oder Rentner….aber auch andere Menschen, die mit dem immer weiter fortschreitenden Sozialabbau nicht einverstanden sind.

Wir wollen etwas in diesem Land bewegen. Drei Jahre nach Einführung von HartzIV und Grundsicherung haben wir erkannt, dass die bisherigen Wege uns nicht entscheidend voran gebracht haben. Daher möchten wir einen Gedankenaustausch - wie es weiter gehen kann und soll - mit Euch allen.

Nur gemeinsam sind wir stark !

Mit besten Grüßen

Peter Ritsche
1. Vorsitzender

Bund Soziales Zentrum Deutschland e.V.
- Bundesgeschäftsstelle -
Bahnhofstraße 11
33378 Rheda-Wiedenbrück

Tel.:
05242-940 156
05242-940 157
Fax:
05242-940 158
E-Mail:
Zentrale@bsozd.de
Internet:
www.bsozd.com

Aug
29

Sozialkonvent “Demokratischer Widerstand”

Tag der Deutschen Einheit den 03.10.07
Tag des Sozialkonvents “Demokratischer Widerstand”:

Motto: Noch nie waren wir so geteilt wie heute!

Die Teilung besteht nicht zwischen Ost/West, sondern zwischen Oben und Unten.
Die Teilung besteht zwischen Mächtigen und Ohnmächtigen.
Die Teilung besteht zwischen Armen und Reichen.
Die Teilung besteht zwischen denen, die Erwerbsarbeit brauchen und denen, die sie anbieten.

Deutschland ist inzwischen geteilt durch eine fast unüberwindliche Sozialgrenze, die sich durch die ganze Gesellschaft zieht. Die Erbauer dieses “Schutzwalls” sind bekannt, ebenso der Zweck! Immer mehr Rentner, Studenten, Schulabsolventen, alleinerziehende Mütter und Väter, Familien und besonders die Kinder, Erwerbslosen und Kranken werden von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Wohlstand ausgegrenzt.
Immer mehr Arbeitnehmer leiden unter einer exzessiven Erhöhung der Leistungsnormen bei gleichzeitiger Verschlechterung ihrer Einkommen. Hartz 4, Rentenreform, Gesundheitsreform, Bildungsreform - alles nur Mörtel zur Befestigung dieser neuen “Mauer”. Grenzbefestigungen.

Wir müssen Widerstand leisten gegen einen völlig entgrenzten totalitären Marktradikalismus, der alles dem Profit unterordnet und Begriffe wie Menschenrechte und Menschenwürde nicht kennt. Soziale Verantwortung können wir dort nicht erwarten, denn sie kostet Geld.

Der Sozialkonvent soll zeigen: Deutschland bewegt sich, aber nicht in die Richtung, die das Kapital und die politische Klasse uns vorgeben wollen. Die bertelsmännischen Denkmodelle aus “Mohntown Gütersloh” zu einer neuen Zivilgesellschaft“ taugen nur für einige Wenige.
Versammeln wir uns, bündeln wir unsere unterschiedlichen Energien und setzen sie dann gemeinsam gezielt ein. Handeln wir endlich! Verschaffen wir uns endlich Gehör. Leisten wir Widerstand!

Auch wenn wir noch nicht alle wissen, wohin wir wollen, wissen wir doch alle, was wir nicht wollen (dem Sinne nach: Jean Ziegler, in Rostock GG8). Die Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen wird auch in Deutschland mit Füßen getreten von der Gesetzgebung und einer ungeheuerlichen Erfüllungsbürokratie, ganz im Sinne der Herrschenden. Das Grundgesetz ist nur noch Makulatur. Diese Pfeiler einer humanen und sozialen Gesellschaft sollten aber die Mindestanforderungen dieses Sozialkonvents und unseres Handelns sein.

Daraus ergibt sich, dass der Konvent nicht als Aktionsplattform für Personen dient, deren Ziele rassistisch, sexistisch, völkisch, gewaltverherrlichend oder ausländerfeindlich sind.

Der Sozialkonvent möchte inhaltlich anknüpfen an den breiten demokratischen Widerstand gegen den G8-Gipfel und die vielen Initiativen und gesellschaftlichen Gruppierungen, die den Sozialen Nachholbedarf der weltweit sichtbaren Folgen der kapitalgesteuerten Globalisierung benennen und von der Politik einfordern.

Anmeldung und weitere Informationen: www.sozialkonvent.de

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